Hintergrund – PowerNap

Alltäglicher Schlafmangel hat nicht die förderlichsten Auswirkungen, und somit ist die Frage offensichtlich: Wann schlafen? Dass ein gewisses Schlafbedürfnis vorhanden ist und Espresso und Co. dies eher unterdrücken als lösen ist die eine Seite, wie schaffe ich es aber, auf mein tägliches Schlafpensum zu kommen und dem Jetlag „Auf Nimmerwiedersehen“ zu sagen?

Nehmen wir mal die „Gähn-Attacken“, die uns irgendwann zwischen 13 und 15 Uhr überfallen. Vielfach ist es sogar egal, wie viel wir nachts geschlafen haben – die Müdigkeit tagsüber kommt bestimmt. Geschuldet ist dies dem circa-bidianen Schlafrhythmus des Menschen, der in vielen Studien bewiesen wurde. Das heißt, dass uns eine Schlafphase am Tag biologisch gesehen nicht reicht – optimalerweise wäre diese zweite Schlafphase zur Mittagszeit platziert.

Die Auswirkungen dieses Mittagsschlafes, Nickerchens oder Powernaps sind vielfältig und durchweg positiv. Die Konzentration sowie die Reaktionsfähigkeit werden erhöht, das Wohlbefinden gesteigert. Sie helfen gegen Alzheimer, bei koronaren Herzerkrankungen und verschaffen dem Ruhenden den einen oder anderen Geistesblitz. Hier wird gerne das Beispiel von Salvador Dali erzählt. Er nutzte den kurzen Schlaf als Zugang zu seiner Traumwelt und den danach in Bildern festgehaltenen Fantasien. Als Wecker funktionierte ein in der Hand gehaltener Löffel über einer Blechschale. Hatte er die entsprechende Schlaftiefe erreicht, fiel der Löffel aus der Hand und er erwachte. Ein ähnlicher Trick für die optimale Nickerchen-Länge und Tiefe ist der Schlüsselbund in der Hand.

Fassen wir es kurz zusammen: Sie gleichen Ihr Schlafdefizit aus, handeln nach Ihrem Biorhythmus, verbessern Ihre Gesundheit, Konzentration, Aufmerksamkeit und steigern Ihre Kreativität dahin gehend, dass sie in der Lage sind, dem Gehirn geniale Einfälle zu ermöglichen.

Warum aber hat man gerade im Schlaf diese Geistesblitze? Dies ist mit der Aufteilung des Gehirns zu erklären. Unterteilt in Ratio und Emotio – linke und rechte Gehirnhälfte – haben wir eine Hälfte für alles Analytische und die Sprache (links) und eine für Bilder und Kreativität (rechts). Sitzen wir nun im normalen Büroalltag die ganze Zeit am Schreibtisch, so arbeitet hauptsächlich unsere linke Gehirnhälfte. Um kreativ zu sein, brauchen wir aber unsere rechte Gehirnhälfte. Gleich nach dem Einschlafen aber verschiebt sich die Aktivität in Richtung rechter Gehirnhälfte, die linke Seite ruht. Die kreative Seite kann sich nun an Aufgaben machen, die die linke Hälfte bisher nicht lösen konnte. Im Normalfall würde man die Lösung dieser Aufgaben durch die erste Tiefschlafphase vergessen. Deswegen sollte ein Nickerchen auch maximal 20 Minuten lang sein. So bleibt man in der oberflächlichen Schlafphase. Zum Ausruhen des vegetativen Nervensystems reicht das allemal und die Geistesblitze sind einem auch gewiss.

So haben über die Jahrhunderte viele geniale Geister die kurzen Nickerchen für sich entdeckt. Unter ihnen war auch John F. Kennedy, der immer in den Pausen zwischen Besprechungen ein kurzes Nickerchen hielt – und das sogar mehrmals am Tag. Im Schlaf kamen ihm die perfekten Lösungen.

Weitere bekennende Mittagsschläfer sind Albert Einstein, J.D. Salinger, Karl der Große, Leonardo da Vinci, Johannes Brahms, Konrad Adenauer, Winston Churchill, Thomas Mann, Johann Wolfgang von Goethe, Isaak Newton, Benjamin Franklin, Leo Tolstoi, Konrad Adenauer, Hans Dietrich Genscher, Margret Thatcher, Helmut Kohl und Bill Clinton.

Je flexibler unsere Arbeitszeiten werden, desto größer wird auch das Bedürfnis nach individuellem Tagesschlaf. Der Powernap ist die Weiterführung des Taylorismus in unsere 24-Stunden-Gesellschaft. Als Teil einer ganzheitlichen Management-Strategie wird das Nickerchen dazu genutzt, Arbeitskraft effizient zu nutzen und Schäden zu vermeiden. Dies bestätigte auch die NASA in einer Studie. Nach einem Nickerchen war die Leistungsfähigkeit um 34 % erhöht und das Gefühl der erfrischten Wachheit um 100 % gesteigert.

In Deutschland ist die Akzeptanz für den Mittagsschlaf immer noch nicht da, wo sie gesund wäre. Unter Vollzeiterwerbstätigen verbringen nur, bzw. immerhin 12 % ihre Mittagspause mit Schlafen oder Dösen. Das ist zumindest schon mal ein Anfang. (Statista.org – 1003 Befragte – Deutschland)

Praxisbeispiel: Ein Mittagsschlaf verbessert die Stimmung

Im Jahr 2000 nahm der Bürgermeister der Stadt Vechta in Sachsen ein Gesundheitsprogramm zum Anlass, den Beamten der Stadtverwaltung die Möglichkeit zum Mittagsschlaf zu geben. Neben allen Widerständen und Witzen war eines schnell klar: Die Stimmung wurde besser. Der sehr überzeugende Effekt zeigte sich über einen drastischen Rückgang im Bereich der Fehler im Kundenverkehr sowie der Beschwerden über Unfreundlichkeit.

  • Kontakt

    Weitere Informationen, Präsentationstermin, persönlicher Ansprechpartner?

    Tel.: +49 (0) 551 50 42 818 info@wavenap.de

    Wir freuen uns auf Sie!
  • WaveNap

    WaveNap ist ein effektives System zur Tiefenentspannung mit ganzheitlichem Ansatz. Körper und Geist werden durch Klangwoge und BusinessNap in perfektem Zusammenspiel optimal entspannt – eine Kombination für Ihre Work-Life-Balance, die in dieser Art einzigartig ist. Mehr...

    BusinessNap
    Für die Entspannung des Geistes sorgt BusinessNap. Für den Arbeits- und Freizeitbereich ideal geeignet – als MP3-Datei zur Anwendung überall geeignet. Mehr...

    Klangwoge
    Die Klangwoge entspannt den Körper. Über die bequeme Liegefläche wird der Schall direkt auf den Körper übertragen. Durch die vielfältigen Ausführungen passt die Klangwoge in jedes Umfeld. Mehr...